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Kommentar zu: „Muslime wehren sich gegen Kopftuchverbot in Österreich“

Am 04.02.2017 veröffentlichte „krone.at“ einen Artikel mit dem Titel: “Sehen wir, wer zuletzt lacht, Herr Kurz”

Erneut sind Tausende Menschen nur einen Tag nach der Akademikerball-Demo durch Wien gezogen: Ab 13.30 Uhr versammelten sich beim Wiener Museumsquartier…[Mehr lesen]

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Kommentar von Realität Islam:

Organisierter Widerstand gegen Islamophobie und Diskriminierung. Ein Mittel, welches von uns Muslimen noch nicht zur Genüge angewendet wird. Doch unsere Geschwister in Österreich nutzten am vergangenen Wochenende genau dies, indem die Islam-Vertreter dazu aufriefen unter dem Motto: „MuslimBanAustria“ gegen das staatlich geplante Kopftuch- und Verschleierungsverbot im Rahmen des „Integrationspakets“ in Wien zu demonstrieren. Dieser Aufforderung sind ca. 3.500 Muslime gefolgt.

Wir solidarisieren uns an dieser Stelle mit unseren Geschwistern in Österreich. Mit dieser Demonstration haben sie ein Zeichen des Widerstands gegen Islamophobie und Diskriminierung gesetzt und hervorragende Arbeit geleistet. Denn tatsächlich stellt diese am Wochenende beschlossene „Integrationsmaßnahme“ seitens der österreichischen Regierung auch nichts anderes dar. Das geplante „Integrationspaket“ sieht vor, dass Frauen im öffentlichen Dienst das Tragen vom Kopftuch aus religiösen Gründen verboten wird. Zusätzlich soll die Vollverschleierung im öffentlichen Raum verboten und unter Strafe gestellt werden. Damit diskriminiert und kriminalisiert die Regierung in Österreich islamische Werte und schließt Musliminnen bewusst aus der Gesellschaft aus. Genau dies erkannten auch die Muslime in Österreich und mobilisierten sich, um gegen das Kopftuch- und Verschleierungsverbot zu protestieren. Der Schritt den Protest in die Öffentlichkeit und auf die Straße zu tragen ist ein richtiger und notwendiger. Sowohl die Regierung als auch die Mehrheitsgesellschaft müssen erkennen, dass Muslime die Diskriminierung und Kriminalisierung islamischer Werte nicht hinnehmen und sich zur Wehr setzen.

Unsere Identität in Europa zu erhalten, erfordert von uns Muslimen vor allem in der Öffentlichkeit eine einheitliche und gemeinsame Position. Islamische Werte und Verpflichtungen, wie das Kopftuch, sind unantastbare und unentbehrliche Bestandteile des Islams. Solidarisches Vorgehen ist deshalb von grundlegender Bedeutung für die Wahrung unserer islamischen Identität. Das geplante Kopftuch- und Niqabverbot in Österreich stellt einen Angriff auf unsere islamische Identität dar. Diesem Angriff und Versuch der Assimilation müssen wir Muslime uns einheitlich zur Wehr stellen.

Deshalb sind die Demonstrationen, der Art, wie sie von unseren Geschwistern in Wien organisiert und durchgeführt wurden, ein solch wichtiges Mittel seinen Widerstand gegen die Diskriminierung islamischer Werte zu bekunden. Der Druck auf uns Muslime wird in Angesicht des Rechtsrucks im Westen weiterwachsen.

Geehrte Geschwister,
mit politischem Bewusstsein und auch solchen Mitteln wie organisierten Demonstrationen werden wir mit Allahs (t.) Erlaubnis in der Lage sein, diesem Assimilationsdruck Paroli bieten zu können.

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