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Kommentar zu: „Ermittler nehmen “Fussilet 33” unter die Lupe“

Am 23.12.2016 veröffentlichte „n-tv.de“ einen Artikel mit dem Titel: „Ermittler nehmen “Fussilet 33” unter die Lupe“

Anis Amri ist gefasst, jetzt konzentrieren sich die Ermittler auf die Suche nach Hintermännern. Eine Moschee in Berlin wirkt verdächtig, sie gilt als Salafistentreff. Hat sie etwas mit Amri zu tun? [Mehr lesen]

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Kommentar von Realität Islam:

Die schrecklichen Ereignisse vom vergangenen Montag auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin, bei der 12 unschuldige Menschen zu Tode gefahren wurden, haben nicht nur die Hinterbliebenen der Opfer, sondern jeden von uns tief getroffen. Nicht nur dieses, sondern jegliches Ereignis, bei dem der Verlust von Menschenleben zu beklagen ist, muss genauestens untersucht werden. Das ist man nicht nur den Hinterbliebenen, sondern allen Menschen schuldig, die ein Anrecht auf die Wahrheit haben.
Doch die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren. Der einzige Tatverdächtige, der zwar beim Anschlag den Tod überwand, hat die Ermittlungen selbst nicht überlebt. Es ist zur tragischen

Gewohnheit geworden, dass die womöglich einzigen Beweismittel immer vor deren Gewahrsam zerstört werden. Tatverdächtige, die dem Erschiessen durch Ermittlungsbehörden entkommen, werden in Untersuchungshaft tot aufgefunden. Es war für viele Beobachter absehbar, dass Anis Amri die Ermittlungen nicht überleben wird. Und genau das ist eingetreten. Mit ihm wird auch die Wahrheit über den Anschlag ins Grab getragen.

Doch der Effekt der medialen Berichterstattung und die vorschnellen Aussagen von führenden Politikern werden ihr Ziel nicht verfehlen. Der Hass gegen Muslime und den Islam wird nämlich weiter angeheizt. Denn es ist Wahlkampf, und das Wahlvolk will schnelle Ergebnisse und rasche Konsequenzen sehen.
Nun steht ein Moscheeverein im Visier, der schon seit geraumer Zeit vom Verfassungsschutz beobachtet sein soll. Am Donnerstag stürmte die SEK die Moschee mit Blendgranaten und sprengte sich den Weg in die Moschee frei. Man könnte meinen, dass dieser Moscheeverein einem Waffenlager ähneln müsse, wenn solch eine actiongeladene und hollywoodreife Stürmung erfolgt.

Der Grund für diesen Aktionismus ist der, dass der mutmaßliche Täter in der Nähe dieses Moscheevereins gesichtet wurde. Alle Hintermänner und alle möglichen Verbindungen scheinen den Ermittlern nun plötzlich klar geworden zu sein, nachdem sie zunächst drei Tage lang im Dunkeln tappten, einen falschen Tatverdächtigen einsperrten und dank zurückgelassenen Ausweispapieren dann schnell einen Namen benennen konnten.

Wie es aussieht, werden nie die Wahrheit über den Vorfall in Berlin erfahren. Was wir jedoch definitiv erfahren werden, sind voreilige Verbote, Pauschalisierungen, Diffamierungen und noch härtere Bandagen gegenüber uns Muslimen. Doch im Kampf um die Stimmen der Wähler sind nun mal alle Mittel erlaubt. Eins sollte kargestellt werden: Einen schnellen politischen Profit mit dem Blut der unschuldigen Opfer vom 19.12.2016 erreichen zu wollen, ist nicht nur ein Hohn gegenüber diesen, sondern auch ein Schlag gegen das Gesicht all jener, die ein friedliches Miteinander anstreben.

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