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Kommentar: Umfrage zeigt: Jeder zweite Deutsche ist gegen Kopftücher an Schulen

Am 02.05.2016 veröffentlichte „focus.de“ den Artikel mit dem Titel: „Umfrage zeigt: Jeder zweite Deutsche ist gegen Kopftücher an Schulen“

Jeder zweite Bundesbürger würde es begrüßen, wenn für Schülerinnen in Deutschland ein Kopftuch-Verbot eingeführt würde. Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur erklärten 51 Prozent der Befragten, das Tragen des Kopftuches aus religiösen Gründen sollte in der Schule grundsätzlich verboten sein. [Mehr lesen]

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Kommentar von Realität-Islam

Wir Muslime dürfen uns nicht länger etwas vormachen. Die jüngste Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ist nur eine von vielen Erhebungen, anhand derer sich die negative Grundstimmung und ablehnende Haltung, die in großen Teilen der Mehrheitsgesellschaft gegenüber uns Muslimen vorherrscht, dokumentieren lässt.

Die aktuelle Hetzkampagne zielt dabei besonders auf eine ganz bestimmte Personengruppe unter den Gläubigen ab: Die muslimische Schülerin. Es sind die Töchter dieser Umma, die als vermeintlich leichtestes Ziel herhalten müssen und den Hass der Islamgegner zu spüren bekommen. Es ist unsere Pflicht als Muslime, unseren jungen Schwestern schützend zur Seite zu stehen und diesbezüglich gezielt aktiv zu werden. Unsere Maßnahmen müssen auf zwei Ebenen stattfinden:

1) Das Thema „Muslimischer Schüler“ muss unter uns Muslimen fundiert behandelt werden!

Zur Thematik des muslimischen Schülers muss ein Konzept  ausgearbeitet werden, welches die Muslime –insbesondere die Familienväter und Eltern- in Hinblick auf ihr Auftreten in der Schule vorbereitet und sie befähigt, dem Druck der auf unsere Kinder ausgeübt wird zu entgegnen. Darüber hinaus, müssen die Muslime in diesem Zusammenhang auch über ihre Rechte und juristischen Möglichkeiten aufgeklärt werden.

2) Es muss eine deutliche Ansprache an die Mehrheitsgesellschaft erfolgen!

Diese Ansprache muss zwei Ebenen berücksichtigen:

Zum einen müssen diejenigen, welche den Muslimen gegenüber eine neutrale Haltung innehaben, daran erinnert werden, dass es nicht angehen kann, dass sie die politische und gesellschaftliche Bühne widerstandslos dem rechten Lager überlassen. Wir müssen diese Menschen ermutigen, wieder aktiv am gesellschaftlichen Diskurs teilzunehmen und ihre Meinung gegen die Minderheitenhetze kundzutun.

Des Weiteren müssen die feindseligen Stimmen, die uns herausfordern, indem sie unsere Werte angreifen und unsere Daseinsberechnung in Frage stellen, intellektuell bekämpft werden, bis diese argumentativ Mundtot gemacht wurden.

Oh Muslim, es ist jetzt an der Zeit sich in den Dienst deiner Gemeinschaft zu stellen und dich für sie einzusetzen!

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