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Kommentar: Dieses Waffenarsenal sollte die Fußball-EM sprengen

Am 06.06.2016 veröffentlichte „welt.de“ den Artikel mit dem Titel: „Dieses Waffenarsenal sollte die Fußball-EM sprengen“

Ein Franzose soll während der Fußball-EM Anschläge auf Moscheen geplant haben. Der ukrainische Geheimdienst nimmt ihn fest – mit über 100 Kilogramm Sprengstoff, Kalaschnikows und Panzerfäusten. [Mehr lesen]

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Kommentar von Realität-Islam

Ein Franzose soll mehrere Terroranschläge zur EM in Frankreich geplant haben. Dabei sollen die Vorbereitungen dazu bereits so fortgeschritten gewesen sein, dass ukrainische Behörden sich zu einem Zugriff gezwungen sahen und dadurch womöglich ein größeres Blutbad verhinderten.

Die Motive für dieses bestialische Vorhaben des mutmaßlichen Terroristen seien: die Ablehnung der französischen Regierungspolitik, Protest gegen den massiven Zuzug von Ausländern nach Frankreich, die Verbreitung des Islam und die Globalisierung. Attentate seien daher auf Moscheen, Synagogen, Steuerbehörden und Autobahnen geplant gewesen.

Es braucht sich keiner zu wundern, dass das mediale Echo für diesen brisanten Fall kaum wahrnehmbar ist. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der mutmaßliche Terrorist nicht durch den Islam „vorbelastet“ ist und die mediale Ausschlachtung dieses Ereignisses genau aus diesem Grund ausbleibt. Der Terrorist ist diesmal eben kein Muslim und passt ganz und gar nicht in das gezeichnete Bedrohungszenario. Dies sei nur am Rande erwähnt.

Wer immer noch glaubt, Muslime seien eine Bedrohung für die westlichen Gesellschaften, belügt sich selbst. Unabhängig davon, wer wen aus welchem Grund terrorisieren will, muss eins ganz klar festgestellt werden: Der Terror ernährt sich aus unkontrolliertem Hass, falschen Vorurteilen, Pauschalisierungen und Diffamierungen.

Die jahrelange anhaltende Hetze gegen den Islam und die Stigmatisierung der Muslime als Gefahr hat seine Früchte zu Tage gebracht. Nicht nur der Zulauf zu rechtsextremen und rechtspopulistischen Parteien haben enormen Aufwind bekommen, darüber hinaus sprießen mittlerweile tatkräftige und zu allem bereite selbsternannte Retter des Abendlandes aus dem Boden, die es auf unschuldige Menschen abgesehen haben.  Neben mehr als 120 Kilogramm Sprengstoff, Panzerfäuste, fünf Kalaschnikows, mehr als 5000 Schuss Munition, 100 Zünder und 20 Sturmhauben wurden nämlich für dieses „Rettungsmanöver“ vom Franzosen beschafft, um es dann gegen unschuldige Menschen einzusetzen.

Mit der Hetze gegen den Islam und die Muslime haben die westlichen Regierungen es geschafft, Maßnahmenpakete und Antiterrorgesetze auf den Weg zu bringen, die sie ohne die Angst in der Bevölkerung vor dem vermeintlichen „islamistischen Terroristen“ niemals hätten tun können. Die Beschneidung der bürgerlichen Rechte, das Aushöhlen der Privatsphäre und die fast Orwell‘sche Überwachung der Bevölkerung wären durch die betriebene Angstpolitik niemals möglich gewesen.

Die bisherige Sicherheitspolitik auf dem Rücken der Muslime ist jedoch auf allen Ebenen gescheitert. Sie hat alles andere als die erhoffte Sicherheit hervorgebracht. Im Gegenteil hat sie dazu geführt, dass eben jene Terroristen auf den Plan gerufen wurden, denen die Sicherheitsmaßnahmen nicht weit genug gehen und denen die vermeintliche „Bedrohung durch den Islam“ nicht hinreichend eingedämmt scheint.

Das Schüren der Ängste vor dem Islam und den Muslimen mag für die Verabschiedung von Gesetzespaketen, der Durchsetzung von politischen Interessen und dem Aufleben des Patriotismus dienlich sein. Für die Sicherheit der Bevölkerung dient sie keinesfalls, sondern es stellt eine Gefahr nicht nur für die Muslime, sondern auch für die Mehrheitsbevölkerung, dar. Menschenleben werden durch diese Angstpolitik leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Die politischen Entscheidungsträger sollten sich das hinter die Ohren schreiben, wenn ihnen die Sicherheit der Bevölkerung tatsächlich am Herzen liegt!

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