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Kommentar: BOMBENFUND IN OBERURSEL: Radrennen war kein Terrorziel

Am 14.06.2016 veröffentlichte „fr-online.de“ den Artikel mit dem Titel: BOMBENFUND IN OBERURSEL: Radrennen war kein Terrorziel

In seinem Keller fand man eine Rohrbombe, ein Frankfurter Radrennen wurde abgesagt. Doch das Landgericht kann dem mutmaßlichen Islamisten aus Oberursel wohl keine Pläne für einen Bombenanschlag nachweisen. [Mehr lesen]

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Kommentar von Realität-Islam

Vor einem Jahr wurde Halil D. und seine Ehefrau mitten in der Nacht in hollywoodreifer Manier aus der ehelichen Wohnung gezerrt, in Untersuchungshaft gebracht und die gemeinsamen Kinder dem Jugendamt zur Obhut gegeben. Der Vorwurf damals: Er und seine Ehefrau hätten einen Terroranschlag auf das jährlich stattfindende Radrennen in Frankfurt geplant.

Die Polizei brüskierte sich damit, dass sie womöglich ein Blutbad verhindert hätte.Die „aufmerksame“ Mitarbeiterin des Baumarktes, die den Einkauf von Bleichmitteln kritisch beäugt hatte, wurde über Nacht zur Heldin der Nation, da sie den entscheidenden Hinweis an die Polizei gegeben hatte. Das traditionelle Radrennen am Eschborn wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Dieser Vorfall kam bundesweit auf die Schlagzeilen und führte zu Diskussionen darüber, ob Sportveranstaltungen präventiv abgesagt werden dürfen, dürfe man dem Terror nachgeben und auf Großveranstaltungen ganz verzichten? Verdächtige Chemikalienkäufer wurden mit Großfahndung gesucht, so wie in Köln im Januar diesen Jahres: http://www.realitaet-islam.de/kommentar-fahndung-in-koeln-verdaechtiger-chemikalienkaeufer-meldet-sich-bei-der-polizei/

Nun hat sich herausgestellt, dass das alles in Wahrheit nicht einmal ein Knallfrosch gewesen ist. Alle Vorwürfe sind nun vom Tisch, da weder Beweise vorgelegt wurden, noch Indizien, die den Verdacht auf die Planung irgendeines Anschlages rechtfertigen würden. Halil D. sei außer ein Verstoß gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz nichts vorzuwerfen. Was geblieben ist, ist jedoch das Bild des „islamistischen Terroristen“, der es auf unschuldige Menschen abgesehen hat und dessentwegen Großveranstaltungen abgesagt werden müssen. Nicht nur Radrennen, sondern auch Karnevalszüge sowie Weihnachtsmärkte wurden nämlich schon präventiv aufgelöst. Muslime sind nebenbei sozusagen die „Spaßbremse“ der Gesellschaft geworden, denn der vermeintliche Terror, der von ihnen ausgeht, überschattet mittlerweile jedes Großereignis.

Umso tragischer ist es, dass sich die Medien in Schweigen hüllen, nachdem sich herausgestellt hat, dass der Wirbel, den sie mitverursachten, nichts weiter als Panikmache war.

Daher verwundert es einen nicht, dass Halil D., sobald er wieder auf freiem Fuß ist, ein Buch schreiben und juristisch gegen die Presse vorgehen wolle. Na dann, ob diese juristische Bombe denn je hochgehen wird, ist stark zu bezweifeln…!

 

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