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Kommentar: Angriffe auf Flüchtlingsheime reißen nicht ab

Am 20.06.2016 veröffentlichte „n-tv.de“ den Artikel mit dem Titel: “Angriffe auf Flüchtlingsheime reißen nicht ab

Die Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland stagnieren weiter auf einem traurigen Rekordniveau. Im ersten Halbjahr habe es bereits 563 Straftaten gegeben… [Mehr lesen]

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Kommentar von Realität-Islam

Am 20.06 berichtet n-tv online über die wachsende Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsheime. Laut BKA wurden im Jahr 2015 insgesamt 1005 Angriffe auf Flüchtlingsheime registriert, allein in der ersten Hälfte dieses Jahrs bereits 500.

Etwa zwei Drittel der Straftäter seien zuvor beim Verfassungs- und Staatsschutz nicht aktenkundig gewesen. Auch außerhalb der Flüchtlingsunterkünfte, denn gerade dann sind Flüchtlinge schutzlos den Angriffen sog. „besorgter Bürger“ ausgeliefert. So zählt das BKA bislang 824 Übergriffe an öffentlichen Plätzen und Bushaltestellen. Auch Politiker, deren Flüchtlingspolitik dem rechten Flügel zuwider ist sind nicht gefeit vor Übergriffen: hier kam es bereits zu 202 Angriffen gegen „Amts- und Mandatsträger“. Man bedenke, dass diese Zahlen die Straftaten widerspiegeln, die als politisch motiviert kategorisiert wurden; die Dunkelziffer lässt weitaus schlimmeres vermuten.

Diese Zahlen sind erschreckend hoch und nicht nur die steigende Tendenz lässt einen mit Bangen in die Zukunft blicken. Auch, dass viele der Täter zuvor nie straffällig geworden sind und nun die Hemmschwelle in Bezug auf Flüchtlinge verheerend gefallen zu scheint, ist kein gutes Omen. Woher kommt solch blinder Hass, der den normalen Bürger von nebenan veranlasst selbst Kinder zu verletzen oder wie neulich in Niedersachsen sogar anzuschießen?

Amnesty International gibt hier dem Staat die Schuld und unterstellt einen „institutionellen Rassismus“. Der Staat schütze die Flüchtlinge und ihre Unterkünfte nicht genügend vor rechts motivierten Übergriffen. Selbst bei Behörden und der Polizei sei ein institutioneller Rassismus vorhanden. Die Organisation fordert eine unabhängige Untersuchung der Strafverfolgungsbehörden in Bezug auf institutionellen Rassismus und dass ein bundesweites Konzept zum Schutz von Asylunterkünften erstellt werden müsse. Ebenfalls kam das polizeiliche Erfassungssystem in Kritik, welches die Abgrenzung von rassistischen von nichtpolitischen Übergriffen gewährleisten soll.

All das zeigt, dass trotz der vielen Flüchtlingshelfer im Land, eine große und vor allen Dingen zerstörungswütige Masse an Menschen existiert, die man längst nicht mehr nur den neuen Bundesländern zuschreiben darf. Vielmehr befindet sich diese inmitten der Gesellschaft und in allen Schichten und Institutionen. Allen Anschein nach wurde eine „Willkommenspolitik“ begonnen, ohne die Empathie des eigenen Volkes zu berücksichtigen.

Wir von Realität-Islam appellieren an dieser Stelle an die islamische Gemeinschaft hierzulande, unseren geflohenen Geschwistern die Hände zu reichen und IHRE Last als die EIGENE Last zu vernehmen. Sie sind von uns und wir sind von Ihnen! Gerade in diesem segensreichsten aller Monate, an dem die Bemessung der Belohnung seitens Allahs (t) keine Grenzen gesetzt sind.

Gerne erinnern wir an dieser Stelle an unser Projekt „Mein Wegweiser“. Welches ins Leben gerufen wurde, um all denjenigen, die einen schweren Zugang zu den neu-ankommenden Geschwistern haben zu ermöglichen. [Mein Wegweiser: http://www.realitaet-islam.de/video-mein-wegweiser/]

إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ فَأَصْلِحُوا بَيْنَ أَخَوَيْكُمْ ۚ وَاتَّقُوا اللَّهَ لَعَلَّكُمْ تُرْحَمُونَ

Die Gläubigen sind ja Brüder. Stiftet drum Frieden zwischen euren Brüdern und nehmet Allah zu eurem Beschützer, auf daß euch Barmherzigkeit erwiesen werde. (49:10)

 

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