Home / Kommentare / Kommentar: „Der Islam ist auch ein Geschäftsmodell geworden“

Kommentar: „Der Islam ist auch ein Geschäftsmodell geworden“

Am 06.06.2016 veröffentlichte „die-tagespost.de“ den Artikel mit dem Titel: „Der Islam ist auch ein Geschäftsmodell geworden“

Sie gilt als die bekannteste Islamismus-Kritikerin der Schweiz: Saida Keller-Messahli, Präsidentin des „Forums für einen fortschrittlichen Islam“. Die Bewegung Schweizer Bürgerinnen und Bürger setzt sich für eine „Befreiung des Islam aus der festgefahrenen kulturfeindlichen Sackgasse“ ein. Ein Interview. [Mehr lesen]

———————-

Kommentar von Realität-Islam

Frage: „Wie weit müssen sich die Muslime vom Gründer des Islams, von Mohammed, lösen?“

Saida Keller-Messahli: „Wissen Sie, der Koran hat sich unserem heutigen Leben anzupassen – das ist unsere Forderung.“

Mit dieser Forderung schließt Frau Saida Keller-Messahli ihr Interview ab und sorgt bei dem objektiven Leser für Empörung und Unverständnis. Abgesehen von der Fülle aus verdrehten Sachlagen und gänzlich unislamischen Beurteilungen von islamischen Inhalten, muss insbesondere eine Frage an das Forum für einen fortschrittlichen Islam gestellt werden. Aus welcher Perspektive nimmt sich diese Organisation das Recht heraus, überhaupt eine Forderung an die Muslime zu stellen?

Es ist nicht verwunderlich, dass derartig populistische Behauptungen über den Islam zu einem negativen Bild führen und die Ressentiments in der Gesellschaft bestärkt werden. Muslimische Männer geben Frauen nicht die Hand, weil Frauen niederwertiger seien und eigentlich handele es sich dabei auch um eine politische Handlung, um das Zusammenleben der Gesellschaft neu zu gestalten. In den Moscheen würden frauenfeindliche Strukturen vorherrschen, da Männer und Frauen nicht Seite an Seite stehen dürfen. Darüber hinaus wirft Frau Keller-Messahli den Muslimen vor, den Islam durch das Ausleben eines islamischen Geschäftsmodells durch die Hintertür einführen zu wollen. Das Kopftuch, die muslimische Mode, die Halal-Industrie als auch die Reise-Industrie nach Mekka seien Teile dessen.

Den klassischen populistischen Vorwürfen (Kopftuch, Hand geben, Trennung in der Moschee, usw.) bedarf es in diesem Rahmen nicht einmal einer Widerlegung, da deren qualitatives Niveau nicht angemessen ist und wohl jedem Muslim, der sich im gröbsten mit den Angelegenheiten des Islam befasst hat, bekannt sind. Interessant ist allerdings die Aussage, dass der Islam mit einem islamischen Geschäftsmodell durch die Hintertür in die Gesellschaft eingeführt werden soll. Damit wird nahegelegt, dass durch das erhöhte Angebot von islamischen Produkten auch die Nachfrage steigen wird. So lächerlich wie diese Aussage ist, so klar ist auch, dass ein Angebot von islamischen Produkten keine Auswirkung auf die Handlungsmotivation der Muslime hat. Vielmehr sind die islamischen Handlungen der Muslime durch ihr Verständnis über das Leben und ihre Überzeugung begründet. Dementsprechend ist das erhöhte Angebot an islamischen Produkten das Resultat einer erhöhten Nachfrage.

Wir als Realität Islam rufen die Muslime in der hiesigen Gesellschaft dazu auf, derartige Angriffe auf den Islam nicht unbeantwortet zu lassen. Diese künstlich implantierten Organisationen sind keinesfalls dazu berechtigt Forderungen an die Muslime zu stellen. Im Gegenteil, wir Muslime sollten fordern, dass die erlogene Darstellung über den Islam unterlassen werden muss. Wir werden Behauptungen wie „im Koran sei nirgends die Rede von einem Kopftuch, es handele sich um eine reine Interpretationssache“ oder „Muslime sehen die Frau als Quelle der Sünde“ nicht akzeptieren. Es wird immer deutlicher, dass die Identität der Muslime im Westen einer großen Gefahr ausgesetzt ist. Dies wird in dem Interview mit der folgenden Aussage erneut unmissverständlich dargelegt.

„Wir leben im 21. Jahrhundert, und die Frage ist nicht: Wie nahe am Koran leben wir? Sondern: Wie wollen wir in unserem Leben vom 21. Jahrhundert den Koran so gestalten, dass er in dieses Leben passt?“

Es stellt eine Pflicht für uns dar, derartigen Aussprüchen entgegenzuwirken, in dem wir als geschlossene Gemeinschaft auftreten und uns in unserer Position gegenseitig bestärken.

Abschließend lautet unsere Botschaft an das Forum für einen fortschrittlichen Islam, dass wir Muslime eine Umgestaltung des Korans niemals zulassen werden und uns auch niemals vom Gesandten Allahs (s) lösen werden, denn Er hat die Botschaft Allahs an uns herangetragen und in Ihm sehen wir den Ausgangspunkt für die Wahrheit und unseren Maßstab für das Richtige und das Falsche.

Lesen Sie auch

Ahmad Mansour – Die Lüge von der Wertedebatte

Der Islamhasser Ahmad Mansour hat ein neues Buch geschrieben, welches zurzeit in den deutschen Medien …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.